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Hahn, Phillip Matthäus, geb. 1739 in Scharnhausen als Sohn des Ortspfarrers, gest. 1790 in Echterdingen. Nach Lateinschule und 1756-1760 Theologiestudium in Tübingen zunächst Hauslehrer, dann Vikariat. 1764 Pfarrer in Onstmettingen; erste Ehe mit Anna Maria Rapp; neben dem Pfarrerberuf mathematisches und mechanisches Interesse und Talent, Erlernen der Grundlagen im Selbststudium; Bau erster Uhren zusammen mit dem Lehrer und Jugendfreund Philipp Gottfried Schaudt in Onstmettingen, zugleich auch Präzisionsinstrumente und besonders Waagen; 1770 neue Pfarre in Kornwestheim, hier Einrichtung einer ersten eigenen Werkstatt; Entwurf einer Rechenmaschine zur Berechnung astronomischer Uhren; 1768 Bau einer ersten astronomischen Uhr, der weitere folgten, mehrfach im Auftrag des württembergischen Herzogs; außerdem mechanische Planetarien, Bodenstanduhren mit Kalender, Taschenuhren mit Kalender und häufig Zylinderhemmung. 1775 Tod seiner ersten Frau, 1776 zweite Ehe; 1781 neue und lukrativere Pfarrstelle in Echterdingen; Hang zum Pietismus. Hahn hatte großen Einfluß auf den süddeutschen Uhrenbau. In seinen Werkstätten (er selbst machte nur die Entwürfe und überließ die Ausführung seinen Mitarbeitern) arbeiteten nacheinander seine zwei Brüder und fünf Söhne, außerdem ein großer Kreis von Gesellen und Schülern, von denen einige erhebliche Bedeutung erlangten.