ANTIKE UHREN HENDRIKS           info@Uhrmacherwerkstatt.com
Startseite Home Info´s, Öffnungszeiten, Anfahrtswege Info´s Uhren Uhren Kontakt Kontakt Uhren-Reparaturen Uhrenreparatur Grubenlampen Grubenlampen Technik Technik Varia Varia Links Links Literatur Uhrenbedarf





  "Uhrenlexikon.com" ©

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Hemmung, Vorrichtung zwischen Laufwerk und Gangregler, die den freien Ablauf des Werks hemmt und mit Hilfe des Gangreglers dosiert erfolgen läßt. Man unterscheidet nach der Bewegung des Hemmungsrades die rückfallende und die ruhende Hemmung. Bei der freien Hemmung schwingt der Gangregler nach jedem Impuls ohne Verbindung mit der Hemmung.



Hemmungen bei Großuhren

Die Spindelhemmung ist die älteste(rückfallende) Hemmung an Räderuhren (Groß- und später auch Taschenuhren): Abwechselnd greifen die Lappen der Spindel in das Hemmungsrad ein, das die Form eines Kronenrades mit sägeähnlichen Spitzen hat, und lassen es um jeweils einen Zahn weiterlaufen Waag.

Die Ankerhemmung, zusammenfassende Bezeichnung für die rückführende Haken- als auch für die ruhende Graham- oder Brocothemmung.

Die Hakenhemmung, auch Clement - Ankergang genannt. 1680 von » William Clement eingeführte rückführende Ankerhemmung mit einem Hemmungrad, dessen Zähne senkrecht zum Trieb stehen. Der ankerförmige Teil der Hemmung gibt im Wechsel einen Zahn frei und hemmt dabei gleichzeitig den anderen.

Die Grahamhemmung, 1710 von » George Graham erfundene ruhende Ankerhemmung für Präzionsuhren.

Die Béthune-Hemmung, von Chevalier de Béthune 1727 entwickelte rückfallende Hemmung für Pendeluhren, die eine Variante der Spindelhemmung ist. Sie besitzt senkrecht zum trieb des Hemmungrades stehende Zähne und eine geteilte Spindel, deren Lappen an zwei verschiedenen Wellen befestigt ist, die durch zwei Hebel miteinander in Verbindung stehen.

Die Scherenhemmung, auch Stiftenhemmung. Von » Louis Amant 1741 entwickelte ruhende Hemmung mit einem Hemmungsrad, das senkrecht zum Radstreifen stehende Stifte trägt, die durch hin- und hergehende „Schere hindurchgeführt werden.

Die Brocot-Hemmung, von » Louis Gabriel Brocot 1826 erstmals vorgeführte ruhende Ankerhemmung, für die er 1847 ein Patent erhielt. Die Brocot-hemmung hat zwei senkrechte zur Fläche des Ankers stehende halbrunde Stifte aus Stahl oder häufiger aus Stein, die als Paletten dienen. Bei französischen Pendulen ist die Brocothemmung sehr häufig in einer Aussparung des Zifferblattes sichtbar angebracht.

Die Chronometerhemmung, von » Pierre Le Roy 1748 entwickelte freie Hemmung, die häufig in Schiffschronometern verwendet wurde. Auch heute noch wird sie gelegentlich in abgewandelter und verbesserter Kon-struktion gebraucht. Man unterscheidet die Chronometerhemmung mit Feder (meist in Schiffschronometern und anderen Großuhren) und die Chrono-meterhemmung mit Wippe (meist in Taschenuhren).bei der Ch. Mit Feder hält der an der Feder befestigte Ruhe-stein das Hemmungsrad an, bis der an einem Teller an der Unruhwelle befindliche Auslösestein die Feder anhebt und damit den Ruhestein aus dem Hemmungsrad herauszieht, das sich weiterdreht und mit einem Zahn auf den an dem Teller befestigten zweiten Stein, den Antriebsstein, fällt und die Unruh antreibt. Diese erhält beim zurückschwingen jedoch keinen Antrieb. Er erfolgt nur bei jeder zweiten Schwingung (freie Hemmung).

Hemmungen bei Taschenuhren.

Die Zylinderhemmung, von » Thomas Tompion entwickelte, von George Graham (1639 - 1751) im Jahre 1720 verbesserte und rasch allgemein übernommene, ruhende Hemmung. Bei der Zylinderhemmung wird das Hemmungsrad durch den sogenannten Zylinder, eine aufgeschnittene Röhre, die Teil der Unruhwelle ist, geführt.

Die Duplexhemmung, im Jahr 1724 von Jean-Baptiste Dutertre (1684 - 1734) erfundene ruhende Hemmung, deren Hemmungsrad zwei Reihen (duplex) von Zähnen besitzt, die senkrecht zueinander am Radreifen angebracht sind.

Die Spitzzahnankerhemmung, besonders häufig in England während des 19. Jh. verwendete Ankerhemmung, deren Hemmungsrad auffallend spitze Zähne trägt.

Die Roskopf-Stiftenhemmung, bei »Roskopfuhren vewendete freie Ankerhemmung mit zwei runden Stahlstiften als Paletten.