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Jacquemart, aus dem Französischen stammende Bezeichnung für die meist überlebensgroßen Glockenschlägerfiguren aus Holz oder Metall. Sie schlagen mit Hämmern die vollen Stunden sowie deren Viertel, indem sie durch das Gangwerk oder ein selbständiges Automatenwerk um ihre senkrechte Achse gedreht werden. Jacquemarts finden sich z.T. noch heute an meist alten Turmuhren. Für die Herkunft des Begriffes finden sich verschiedene Versionen. Eine erste leitet ihn aus der bildlichen Darstellung des Martyriums von JACOBUS DEM JÜNGEREN (altfranz. JAQUEME) ab, der mit einer Walkkeule erschlagen wurde (Analogie zum Stundenschläger), bzw. aus deren lateinischen Beischrift Jacobus Martyr. Eine zweite führt ihn auf einen Mann namens JACQUES MARC zurück, der die Uhr von Dijon um 1500 mit einem geharnischten Glockenschläger aus Nußbaumholz ausstattete.Eine dritte bringt ihn in Zusammenhang mit der Uhr an der Kirche St. Magdalena in Besancon, deren Glockenschläger 1575 von einem Weinbauern mit Namen JACQUEMART betätigt worden sein soll.