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Klassizismus: Die dekorative Eleganz und der leichtlebige Charakter des » Rokoko hatten in der Mitte des 18. Jahrhunderts bereits einen Höhepunkt erreicht, der kaum noch eine Steigerung zuließ. Als letzte, und aufs höchste Pendule, Pyramideverfeinerte Ausdrucksform des ancien régime, zeigte dieser Stil in seinen späten Übertreibungen bereits die leichte Dekadenz des Endes einer großen Epoche. Die Gegenbewegung, die daraufhin einsetzte, grenzte sich so schroff von dem Gewesenen ab, wie es in der europäischen Kunst noch nicht vorgekommen war. Ausgangspunkt war die Rückkehr zu den Prinzipien der klassischen Kunst des Altertums. Die griechische und römische Antike wurden- nicht nur im übertragenden Sinn- neu entdeckt. Im zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts bereits begannen die systematischen Ausgrabungen von Herculaneum und Pompeji; Johann Joachim Winkelmann begründete mit seiner Geschichte des Altertums die moderne Archäologie. Für Künstler und junge wohlhabende Aristokraten wurde die Reise zu den antiken Stätten nach Rom zum notwendigen Bestandteil ihres Bildungsprogramms.

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