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Haas David Sigmund (1685-1742), Augsburg. Berühmter Uhrmacher, baute eine Uhr, die von Maria-Theresia an Prinz Josias zu Coburg-Saalfeld verschenkt wurde und sich heute im Museum in Gotha befindet.
Hemmungen bei Großuhren Die Spindelhemmung ist die älteste(rückfallende) Hemmung an Räderuhren (Groß- und später auch Taschenuhren): Abwechselnd greifen die Lappen der Spindel in das Hemmungsrad ein, das die Form eines Kronenrades mit sägeähnlichen Spitzen hat, und lassen es um jeweils einen Zahn weiterlaufen Waag.
Die Ankerhemmung, zusammenfassende Bezeichnung für die rückführende Haken- als auch für die ruhende Graham- oder Brocothemmung. Die Hakenhemmung, auch Clement - Ankergang genannt. 1680 von William Clement eingeführte rückführende Ankerhemmung mit einem Hemmungrad, dessen Zähne senkrecht zum Trieb stehen. Der ankerförmige Teil der Hemmung gibt im Wechsel einen Zahn frei und hemmt dabei gleichzeitig den anderen. Die Grahamhemmung, 1710 von George Graham erfundene ruhende Ankerhemmung für Präzionsuhren. Die Béthune-Hemmung, von Chevalier de Béthune 1727 entwickelte rückfallende Hemmung für Pendeluhren, die eine Variante der Spindelhemmung ist. Sie besitzt senkrecht zum trieb des Hemmungrades stehende Zähne und eine geteilte Spindel, deren Lappen an zwei verschiedenen Wellen befestigt ist, die durch zwei Hebel miteinander in Verbindung stehen. Die Scherenhemmung, auch Stiftenhemmung. Von Louis Amant 1741 entwickelte ruhende Hemmung mit einem Hemmungsrad, das senkrecht zum Radstreifen stehende Stifte trägt, die durch hin- und hergehende „Schere hindurchgeführt werden. Die Brocot-Hemmung, von Louis Gabriel Brocot 1826 erstmals vorgeführte ruhende Ankerhemmung, für die er 1847 ein Patent erhielt. Die Brocot-hemmung hat zwei senkrechte zur Fläche des Ankers stehende halbrunde Stifte aus Stahl oder häufiger aus Stein, die als Paletten dienen. Bei französischen Pendulen ist die Brocothemmung sehr häufig in einer Aussparung des Zifferblattes sichtbar angebracht. Die Chronometerhemmung, von Pierre Le Roy 1748 entwickelte freie Hemmung, die häufig in Schiffschronometern verwendet wurde. Auch heute noch wird sie gelegentlich in abgewandelter und verbesserter Kon-struktion gebraucht. Man unterscheidet die Chronometerhemmung mit Feder (meist in Schiffschronometern und anderen Großuhren) und die Chrono-meterhemmung mit Wippe (meist in Taschenuhren).bei der Ch. Mit Feder hält der an der Feder befestigte Ruhe-stein das Hemmungsrad an, bis der an einem Teller an der Unruhwelle befindliche Auslösestein die Feder anhebt und damit den Ruhestein aus dem Hemmungsrad herauszieht, das sich weiterdreht und mit einem Zahn auf den an dem Teller befestigten zweiten Stein, den Antriebsstein, fällt und die Unruh antreibt. Diese erhält beim zurückschwingen jedoch keinen Antrieb. Er erfolgt nur bei jeder zweiten Schwingung (freie Hemmung). Hemmungen bei Taschenuhren. Die Zylinderhemmung, von Thomas Tompion entwickelte, von George Graham (1639 - 1751) im Jahre 1720 verbesserte und rasch allgemein übernommene, ruhende Hemmung. Bei der Zylinderhemmung wird das Hemmungsrad durch den sogenannten Zylinder, eine aufgeschnittene Röhre, die Teil der Unruhwelle ist, geführt. Die Duplexhemmung, im Jahr 1724 von Jean-Baptiste Dutertre (1684 - 1734) erfundene ruhende Hemmung, deren Hemmungsrad zwei Reihen (duplex) von Zähnen besitzt, die senkrecht zueinander am Radreifen angebracht sind. Die Spitzzahnankerhemmung, besonders häufig in England während des 19. Jh. verwendete Ankerhemmung, deren Hemmungsrad auffallend spitze Zähne trägt. Die Roskopf-Stiftenhemmung, bei Roskopfuhren vewendete freie Ankerhemmung mit zwei runden Stahlstiften als Paletten. Henlein Peter (1485 - 1542), berühmter Nürnberger Uhrmacher, der angeblich die allerersten tragbaren Uhren geschaffen haben soll, was jedoch nicht beweisbar ist. Allerdings soll er den Stackfreed erfunden haben. Außerdem dürfte er verschiedene Dosenuhren hergestellt haben. Das legendäre Nürnberger Ei hat es in der angenommenen Eiform nie gegeben. Heron von Alexandria, griechischer Mathematiker, Physiker und Mechaniker wahrscheinlich des 1. Jh. v. u. Z. Er ist hauptsächlich durch seine lehrbuchartigen Schriften zur Mechanik, mechanischen Technik, Pneumatik, zum Geschützbau u. a. bekannt geworden. Außerdem beschrieb er ein Automatentheater, das aus den damals bekannten mechanischen Bauteilen, wie Hebel, Rolle, Schnurrolle, schiefe Ebene, aufgebaut war und durch Gewichtszug in Bewegung gesetzt wurde. Die Geräusche, z. B. Grollen des Donners, wurden gleichfalls mechanisch erzeugt. Heron von Alexandria schuf durch seine Arbeiten Voraussetzungen für den späteren Bau mechanischer Uhren. Hilfszifferblatt, kleine, auf dem Hauptzifferblatt verteilte Zifferblätter für die Anzeige weiterer Funktionen. Himmelsglobusuhr, eine federangetriebene Uhr des 16. Jahrhunderts, die mit einem sich drehenden Globus kombiniert ist. Hipp Dr. Matthäus (1813-1893), deutscher Uhrmacher, Pionier auf dem Gebiet der elektrischen Uhren, konstruierte 1845 einen Telegraphen. Hofmeier Johannes (1802-1876), Uhrmacher aus Schwärzenbach / Schwarzwald. Mitbegründer der Uhrenfabrik Winterhalder & Hofmeier. Hofuhrmacher, ein Uhrmacher, der an einen Herrscherhof berufen wurde, um für diesen Uhren zu fertigen und die Uhren des Hofes instandzuhalten. Hohlzylindersonnenuhr, Sonnenuhr, in der die Kanten eines Halbzylinders als Schattenwerfer dienen. Die Stundenlinien sind gerade Linien im Inneren des Halbzylinders. Ein Halbzylinder bietet eine Zeitanzeige für 12 Stunden, die ersten 6 Stunden nimmt die Besonnung zu, die folgenden 6 Stunden die Beschattung. Da die Stundenlinien für Besonnung und Beschattung dieselben sind, werden sie nur durch die Beschriftung unterschieden: zunehmende Besonnung mit römischen Stundenzahlen, Beschattung mit arabischen. Da stets zwei Hohlzylinder gleichzeitig anzeigen, ist eine Zeitanzeige von Sonnenaufgang bis -untergang möglich. Ein Beispiel ist die Hohlzylindersonnenuhr in Schloß Weesenstein bei Dresden, wo in einem großen Quader an den vier Seiten vier Halbzylinder eingearbeitet sind. Da die Kanten des Quaders und auch der Halbzylinder parallel zur Himmelsachse gerichtet sind, handelt es sich um eine polare Sonnenuhr. Bei dieser Sonnenuhr wäre eine echte MEZ-Anzeige möglich dann müßten alle Stundenlinien als gestreckte Zeitgleichungskurven gestaltet werden. Holzpendel, sind aus Holz gefertigte Pendelstangen für einfache Großuhren. Die Pendellinsen können sowohl aus Holz als auch aus Metall sein. Getrocknetes Holz hat die Eigenschaft, sich bei Temperaturwechsel kaum auszudehnen oder zusammenzuziehen. Um das Eindringen von Luftfeuchtigkeit in das Holz zu vermeiden, werden mitunter die Holzstäbe mit Firnis behandelt. Dadurch wird eine einfache Kompensation erreicht, die für den Alltagsgebrauch des Zeitmessers ausreicht. Holzuhr, Uhren, deren Werk weitgehend aus Holz hergestellt und die vom 17. Bis in das 19. Jh. gebaut worden ist. Von den Großuhren aus Holz sind die Schwarzwälder Uhren die bekanntesten. Taschenuhren aus Holz sind selten.Schwarzwalduhr. Hora, lateinisch für die Stunde. Horlogerie, französische Bezeichnung für die Uhrmacherei. Horologie, nennt man wissenschaftliche Beschäftigung mit der Zeitmeßkunde. Howard Edward (1813-1904), bekannter amerikanischer Uhrmacher und Uhrenfabrikant, leitete um 1850 die Massenproduktion von Taschenuhren in Amerika ein. Hubert, Amsterdam/Genf Große und bedeutende Uhrmacherfamilie; ihr Ahnherr ist Noäl Hubert. Wichtige Vertreter der Familie waren vor allem Jacques und Etienne d. A. Als Hugenotten mussten sie 1686 Frankreich verlassen. Einige flohen nach Genf, andere nach Leiden und Amsterdam. In Genf und Amsterdam war die Familie über einige weitere Generationen in der Uhrmacherei aktiv. Huygens Christian (1629 - 1695), niederländischer Mathematiker, veröffentlichte 1658 sein Horologium, in dem er seine Konstruktion einer Räderuhr mit einem Pendel als Gangregler beschreibt. Im Jahr 1674 stellte er der Akademie der Wissenschaften in Paris seine Erfindung der Unruh mit Spiralfeder vor. Diese beiden Erfindungen, die eine Fertigung sehr exakter Uhren erst ermöglichten, wurden grundlegend für die Uhrenherstellung bis in die ersten Jahrzehnte unseres Jahrhunderts. Hyalophanieschild, ist ein Glasschild, bei dem außer meist dunklen Farben Gold- und Silberfolien mit hinterlegt wurden, die einen perlmuttähnlichen Effekt bewirken. |
Bergbau
Alte Technik Varia |
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